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Das Boot

Stand Februar 2021

Ich kann es kaum Glauben, das wir den roten “ERIK” schön 10 Jahre haben. Gefunden über ein Online-Portal zu einem Spottpreis und in Bad Doberan abzuholen. Nach unserem Urlaub fuhren wir dort vorbei, haben es uns angesehen und gleich gekauft. Mir war damals bewußt, das es viel Arbeit erfordern würde, da wieder ein schmuckes Teil draus zu machen. Unterwegs fiel auch noch der Holzspiegel am Heck ab, was ich erst zu Hause bemerkt habe.

Auch der Trailer war in einem desolaten Zustand und es war Ersatz erforderlich. Nach etlichen Wochen werkeln in der Garage war es dann soweit: ERIK konnte zu Wasser gelassen werden. Als ich jedoch den Motor montieren wollte, kam die böse Überraschung! Der Motor passte nicht zum Boot. Es war ein Kurzschafter, ERIK wollte aber einen Langschafter. Ich entschied mich für einen 20-PS Mercury 2-Takter mit E-Start und Langschaft, den wir gegen Inzahlungnahme des 15er Johnson bei einem ortsnahen Händler erstanden.

Unser späterer ERIK im Urzustand auf dem alten Trailer

Aber wie es oft bei gebrauchten Teilen ist, hatte dieser neue Motor auch seine Macken, die mir da noch Kosten verursachten: sowohl der Vergaser als auch das Unterwassergetriebe sollten uns noch Probleme bereiten. Die erste Fahrt auf der Weser jedenfalls zeigte mir, das die Maschine für unsere Zwecke völlig ausreichend war.

Die erste Fahrt auf der Elbe jedoch endete mit einer Beinahe-Havarie: wir fuhren elbeaufwärts von Artlenburg nach Bleckede, wo ein Tankstopp geplant war. Nach diesem Stopp allerdings wollte der Motor keine Leistung mehr bringen und brauchte sehr viel Benzin. Zudem verschlechterte sich das Wetter und ein starker Westwind kam auf. Das auf der Elbe im Binnenland mehr als 1m hohe Wellen auftreten, hätte ich seinerzeit nie gedacht. Mit den letzten Tropfen Sprit und klatschnass vom Spritzwasser haben wir den Hafen Artlenburg gerade noch erreicht. Ursache waren verschlissene Vergaserteile, die für eine unkontrollierte Spritzufuhr gesorgt haben.

 

Auf der Elbe: Man sieht den Wellen nicht ihre Höhe (ca. 1m) nicht an. Sie wurden noch höher, aber ERIK steckte alles klaglos ein.

Besonders in unseren mittlerweile fast traditionellen Fischland-Darss-Zingst-Urlauben fahren wir fast täglich damit auf die inneren Bodden hinaus. Sei es als Siteseeing-Tour oder zum allfälligen Angeln. Dabei haben  wir so manchen leckeren Zander oder Barsch im Anschluss daran verspeist.

Hier kam dann die zweite Havarie: das Unterwassergetriebe war im Hafen kaputt gegangen und das Boot dadurch nicht mehr steuerbar. In dem Urlaub konnten wir das Boot dann nicht mehr nutzen und die Reparatur war fast 4-stellig.

Wird fortgesetzt.

Angeln auf den Saaler Bodden.